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Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 16. Januar 2010 um 15:37 Uhr

Talente frühzeitig erkennen und fördern

Landestrainer Christian Vollmert referierte auf Einladung des Schwimmbezirks Nordwestfalen über Leistungsdiagnostik bei jugendlichen Wasserballspielern


Gladbeck. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Diese Volksweisheit ist weithin bekannt und findet in vielen Lebensbereichen ihren Niederschlag. So auch im Wasserball. Auch hier werden die Grundlagen für spätere sportliche Erfolge bereits im Kindes- und Jugendalter gelegt.


Heranwachsende Talente frühzeitig erkennen und fördern, hat sich SV NRW-Landestrainer Christian Vollmert auf die Fahnen geschrieben. Dabei setzt er jedoch nicht nur auf umfassende Spielerbeobachtung und auf seine langjährige Erfahrung als Mannschaftsbetreuer, sondern auch auf ausgefeilte Messmethoden aus der Leistungsdiagnostik. Wie diese konkret in seinem Verantwortungsbereich ein- und umgesetzt werden, erläuterte Christian Vollmert auf Einladung der Fachsparte Wasserball im Schwimmbezirk Nordwestfalen am Dienstagabend (12. Januar) im Vereinsheim von SV Gladbeck 13 interessierten Vereinsvertretern und Wasserballtrainern aus dem Bezirk.


Die beim SV NRW im Rahmen der Lehrgänge bei den Kaderspielern zum Einsatz kommenden Messmethoden beeinhalten zunächst die Erfassung anthropomorphischer Daten wie Gewicht, Links- oder Rechtshänder, Spannweite sowie Arm- und Beinlänge der Jugendspieler. Abgefragt werden darüber hinaus schulische Ziele sowie körperliche Merkmale der Eltern, da letztere möglicherweise Rückschlüsse auf das vorhandene Leistungspotenzial ihrer Kinder geben. Die Tests wiederum sind aufgeteilt in wasserballspezifische Tests (z. B. Torschüsse), sowie Schwimm- und Kraftübungen (z. B. 50 Meter Spurt, Liegestütze, Klimmzüge) in festgelegten Maß- und Zeiteinheiten. Alle Daten werden in entsprechenden Tabellen erfasst und erlauben den Leistungsvergleich mit Kaderspielern gleicher Jahrgangsgruppen und Veränderungen/Verbesserungen der Spieler im Mehrjahresvergleich.


Ein wichtiges Ergebnis der Leistungsdiagnostik im SV NRW: Die Spannweite der jugendlichen Wasserballspieler scheint ein Talentkriterium zu sein, erläuterte Christian Vollmert, der alle Jugendtrainer im Bezirk ermutigte, die Leistungsdiagnostik in ihre Trainingsplanung zu integrieren. Eine beruhigende Botschaft hatte der Landestrainer am Ende für die Wasserballtrainer parat, die bisher keine Leistungsdiagnostik eingesetzt haben. Bei allen Daten, die erhoben und verglichen würden, so Christian Vollmert, "das Erste und Wichtigste ist das Auge des Trainers". Bleibt hinzuzufügen: Leistungsdiagnostik ist für angestrebte sportliche Erfolge auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung. 


Peter Leimbach (Text und Foto)

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 16. Januar 2010 um 15:41 Uhr